Das 1 x 1 für Bauherren

© Eisenhans - Fotolia.com

Wer sich den Traum vom Eigenheim verwirklichen will, muss als Bauherr einiges beachten. Damit der Hausbau reibungslos verläuft, gilt es, jederzeit den Überblick zu behalten. Die Einbindung von Profis wie Maklern, Architekten und Bauträgern kann für den Bauherrn äußerst wertvoll sein, weil ihm viele Dinge, mit denen er sich nicht auskennt, von Fachleuten abgenommen werden. Ergänzend wird ein gut durchdachtes Konzept helfen, das während der Bauphase zur einer Art Checkliste wird, die immer wieder eingesehen, überprüft und gegebenenfalls aktualisiert werden kann. Nachfolgende Schritte sind notwendig, um auf den Hausbau rundherum gut vorbereitet zu sein.

Alles beginnt mit der Planung

Ist die Entscheidung für den Hausbau gefallen, möchte der frisch gebackene Bauherr am liebsten sofort zur Tat schreiten. Doch bevor mit dem Bau begonnen werden kann, muss das gesamte Projekt "Hausbau" präzise geplant werden - von der Grundstückssuche bis zur Schlüsselübergabe. Hierzu gehören beispielsweise:

  • Wer plant das Haus, Architekt oder Baufirma?
  • Festlegung des Haustyp: Massiv- oder Fertighaus
  • Grundstückssuche (Über eigene Anzeige, Zeitungen, Immobilienportale, Beauftragung eines Maklers)

Mit der Hausplanung kann sowohl ein Architekt als auch eine Baufirma beauftragt werden. Die Baufirma wird im Regelfall auch die Bauausführung übernehmen. Informieren Sie sich zunächst im Netz über Architekten und Baufirmen und holen Sie vor einer Entscheidung unverbindliche Angebote ein.

Finanzierung ist das A und O

Ohne eine gesicherte Finanzierung ist ein Hausbau nicht möglich. Deshalb sollten folgende Punkte bei der Finanzierung eingeplant werden:

  • Wie viel Eigenkapital kann aufgebracht werden? 
  • Benötigte Kreditsumme
  • Nebenkosten und unvorhergesehene Kosten 
  • Genügend Eigenkapital als Sicherheit für unvorhergesehene Eventualitäten (zum Beispiel Jobverlust) während der Bauphase

Ein Baudarlehen muss aufgrund langer Laufzeit und hoher Kreditsumme gut geplant werden. Das erfordert die Wahl des richtigen Kreditinstituts, dass dem Bauherrn ein auf seine Bedürfnisse optimal abgestimmtes Kreditangebot unterbreiten kann. Für das Darlehen wird ein Tilgungsplan, für die Bauphase ein Zahlungsplan erstellt. Wird eine Bauträger-Firma mit dem Schlüsselfertigbau beauftragt, kann der Bauträger einen Zahlungsplan erstellen. Die Zahlungen sind an den Baufortschritt gekoppelt.

Formalien nicht vergessen

Stehen grundsätzliche Planung und Finanzierungsplan, sind einige Formalitäten und Behördengänge zu erledigen. Auskünfte darüber, welche Behörden vor Baubeginn kontaktiert werden müssen, geben Architekt oder Bauträger. Das ist zu tun:

  • Stellen eines Bauantrags zur Einholung einer Baugenehmigung bei der Baugenehmigungsbehörde der Gemeinde
  • Einholung eines Baugrundgutachtens
  • Abschluss einer Bauherrenhaftpflichtversicherung nach Vorliegen der Baugenehmigung
  • Meldung an das Finanzamt

Die Aufgabenbereiche definieren

Nach Erhalt der Baugenehmigung muss genau überlegt werden, welche Aufgaben vergeben und welche Arbeiten in Eigenleistung ausgeführt werden sollen. Zudem ist eine gute Koordination erforderlich, damit sich die beteiligten Leistungsträger nicht in ihrer Arbeit behindern, was wiederum zu Verzögerungen führen kann.

Wird eine Bauträger-Firma mit der kompletten Bauausführung beauftragt, bringt das Entlastung für den Bauherrn, da Koordinationsaufgaben und Terminvereinbarungen vom Bauträger übernommen werden. Auch die Ausschreibung der verschiedenen Bauleistungen wird in der Regel von der Bauträgerfirma durchgeführt; diese Aufgabe könnte aber auch der Bauherr übernehmen.

Die Grundlage für den Baubeginn bildet die Baustelleneinrichtung. Hierzu gehören Bauzaun, Schuttcontainer, Miettoilette, Bereitstellung von Strom und vieles mehr. Es empfiehlt sich, die Baustelleneinrichtung mit der Bauträger-Firma abzustimmen.

Keine Fehler beim Vertragsabschluss

Mit allen Firmen, die vom Bauherrn beauftragt werden, müssen Verträge abgeschlossen werden. Musterverträge zum ausdrucken finden Sie hier.

Im Vertrag müssen die Vertragspartner sowie Ort und Zeitraum der Leistungserbringung definiert werden. Die Bauleistungen sind im Vertrag genau zu beschreiben. Damit es später keine Diskussionen wegen teurer Nachtragsangebote für unvorhergesehene Leistungen gibt, sollte im Vertrag eine Festpreisgarantie vereinbart werden.

Aufgrund der Vielschichtigkeit beim Hausbau kann eine erfahrene Bauträger-Firma dem Bauherrn viel Arbeit abnehmen. Sie kümmert sich um die oftmals zeitraubende Erledigung aller Formalitäten, ist aber auch bei der Beauftragung und Koordination der Gewerke behilflich. So bleibt dem Bauherrn beispielsweise kostbare Zeit zur Erbringung von Eigenleistungen, was sich selbstverständlich bei den Kosten positiv auswirken wird.

 

Zurück